Mit Fluorid Zähne massieren

Alternative Zahnpflege

Dreimal täglich Zähneputzen hält das Gebiss gesund. Nach jedem Mittagessen Zähne zu putzen ist für Menschen, die viel unterwegs sind, allerdings schwer möglich. Forscher der Universität Göteburg testeten nun, ob Zahnpflege auch ohne Bürste funktioniert und welche Auswirkungen eine Zahnpasta mit einem hohen Fluorid-Anteil auf die Mundgesundheit hat.

400 Prozent mehr Schutz

Acht Jahre zuvor kam in Schweden eine Zahnpasta auf den Markt, die einen drei Mal so hohen Fluorid-Anteil hat als herkömmliche Cremes und damit noch besseren Kariesschutz bietet. Acht Jahre nach der Markteinführung untersuchten Wissenschaftler die Wirkungen der Zahnpasta.

„Wir fanden heraus, dass diejenigen, die eine Zahnpasta mit hohen Fluorid-Anteil dreimal täglich benutzen, einen vier Mal besseren Schutz hatten, als diejenigen, die sich zweimal täglich die Zähne mit einer Standard-Zahnpasta putzen“, erklärt Studienleiterin Anna Nordström.

Die Zähne sauber massieren

Das Forscherteam testete zudem ein Verfahren, bei dem die Zahncreme mit dem Finger direkt auf die Zähne gerieben wird. „Diese ‚Massage-Methode‘ erwies sich als mindestens ebenso wirksam wie dreimal pro Tag Zähne zu putzen. Dies ist eine einfache Art, den Zähnen eine extra Portion Fluorid zu geben, beispielsweise nach dem Mittagsessen“, erklärt Nordström.

Autoren

Isabelle Hübler | zuletzt geändert am um 16:51 Uhr


Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel ist nach wissenschaftlichen Standards verfasst und von Mediziner geprüft worden. Die in diesem Artikel kommunizierten Informationen können auf keinen Fall die professionelle Beratung durch Ihren Apotheker ersetzen. Der Inhalt kann und darf nicht verwendet werden, um selbständig Diagnosen zu stellen oder mit einer Therapie zu beginnen.
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