Medizinlexikon

Goodpasture-Syndrom

Autoimmunerkrankung mit Bildung von Antikörpern gegen kleinste Blutgefäße in Lungen und Nieren. In der Lunge greift das Körpereigene Immunsystem das Kapillarnetz an, das die Lungenbläschen umspannt und Kohlendioxid gegen Sauerstoff austauscht. Der Patient hustet große Blutmengen ab und leidet unter starker Atemnot. In der Niere bekämpft das Immunsystem die Arterienknäuel, aus denen der Primärharn gewonnen wird (Glomeruli). Die Niere entzündet sich (Glomerulonephritis) und scheidet Blut (Hämaturie) und Eiweiße (Proteinurie) über den Harn aus. Der Arzt stellt die Diagnose, indem er die Lunge röntgt, das Blut auf Abwehrstoffe gegen körpereigene Sturkuren (Autoantikörper) testet und Gewebeprobe aus Lunge und Niere nimmt. Anschließend wäscht er die Autoantikörper mit einer Plasmapherese aus dem Blut und unterdrückt die Autoimmunreaktion mit Immunsuppressiva.