Wie Narren den Durchblick behalten

Spaß-Linsen im Karneval

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Vor dem Anfassen der Linse gründlich die Hände waschen.

Von roten Vampiraugen bis zu katzenförmigen Pupillen lassen sich mit Spaß-Kontaktlinsen dramatische Effekte erzielen. Um klare Sicht zu haben, sollten Jecken und Narren beim Tragen von Kontaktlinsen einige Hinweise beachten.

Bei Spaß-Linsen Tragedauer beachten

Auffällige Kontaktlinsen geben mystischen Kostümen den letzten Schliff. Doch die bunten Farben und Muster verringern die Sauerstoffdurchlässigkeit der Linse. Bei längerem Tragen kommt es zu Sauerstoffmangel. Dieser lässt die Hornhaut des Auges aufquellen, sodass die Sehfähigkeit abnimmt. Kontaktlinsenträger, die sich ins närrische Treiben stürzen, sollten deshalb vor dem Kauf prüfen, für welche Tragedauer ihre Wunsch-Linsen geeignet sind. Die vom Hersteller empfohlene Tragedauer ist auf der Verpackung vermerkt. Wer seine Linsen zu lange trägt, begünstigt zudem eine Infektion. Denn unter der Linse ensteht eine feuchte Kammer. Diese Bedingungen fördern das Wachstum von Bakterien.

Infektionen am Auge vorbeugen

Auch bei Spaß-Linsen ist eine sorgfältige Hygiene notwendig, um Infektionen der Augen zu vermeiden. Die Hände sollten vor dem Einsetzen der Linsen gründlich gewaschen werden. Zuerst die Kontaktlinsen einsetzen, anschließend schminken – so kommt keine Schminke mit der Linse ins Auge. Vor dem Abschminken am besten zuerst die Linsen aus dem Auge entfernen.
Bleiben Linsen lange im Auge, können sie austrocknen und schwer entfernbar sein. Sterile Tränenersatzmittel helfen dabei, die kleinen Sehhilfen wieder elastisch zu machen und aus den Augen zu entfernen. Am besten schon einige Tage vorher ein Tränenersatzmittel in der Apotheke besorgen und bereitstellen.

Vorsicht im Straßenverkehr

Viele Fun-Linsen haben eine sehr kleine künstliche Pupille, die oft eine besondere Form hat, beispielsweise die schlitzförmige Pupille einer Katze. Mit diesen Linsen hat man ein trichterförmig eingeschränktes Gesichtsfeld. Es besteht erhöhte Gefahr im Straßenverkehr. Gegebenenfalls sollten Katzen, Elfen und Co. vom Autofahren absehen – dann halten die Augen keinen Jecken zum Narren.

Autoren

04.02.2016 | Sandra Göbel
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