Leichtes Training tut Allergikern gut

Sport trotz Allergie und Asthma

Menschen mit einer Allergie oder Asthma können von einem leichten Training profitieren. Auch Sport im Freien ist möglich, wenn die Betroffenen einige Vorsorgemaßnahmen treffen.

Ein Stück Lebensqualität

Gerade im Frühling ist die Pollenbelastung hoch. Bereits 20 Pollen pro Kubikmeter können bei einem Allergiker Beschwerden verursachen. Während dieser Zeit ist es wichtig, dass Betroffene optimal mit Medikamenten versorgt sind und die Patienten diese regelmäßig einnehmen.

Lange galt körperliche Anstrengung für Asthmatiker oder Menschen mit Allergien als gefährlich. Inzwischen dominiert eine andere Sichtweise: Von Sport können auch Allergiker profitieren.

Bei besonders starker Pollenbelastung raten Experten Allergikern auf Aktivitäten im Freien zu verzichten, wenn diese einen stark aus der Puste bringen. Besser ist es, in einer Halle zu trainieren. Gegen mäßige Bewegung im Freien ist mit den richtigen Medikamenten hingegen nichts einzuwenden. Dies gelte besonders für Kinder mit Allergien, erklärt der Allergologe und Sportmediziner Carl-Peter Bauer. Denn Kinder sollte man möglichst wenig von ihren spielenden Freunden isolieren.

Mit Sport Infekten vorbeugen

Leichter Sport ist auch Menschen mit Allergien oder Asthma zu empfehlen. Denn er fördert die Durchblutung und erleichtert das Abhusten von Sekret aus den Atemwegen. Studien zeigten zudem, dass Menschen, die regelmäßig Sport treiben, weniger infektanfällig sind und sich schneller von Krankheiten erholen.

Betroffene sollten es allerdings nicht übertreiben: Leistungssport setzt enorme Anforderungen an die Lunge. Für Allergiker erhöht sich dadurch das Risiko an Asthma zu erkranken beträchtlich, wie eine Studie des Allergologen Bruno Knöpfli ergab. Hier gilt: Weniger ist mehr. Allergiker sollten eine Sportart wählen, bei der sie einen Trainingseffekt erzielen ohne aus der Puste zu kommen. Optimal sei beispielsweise Radfahren, Schwimmen oder Lauftraining.

Autoren

16.05.2012 | Sandra Göbel
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