Behandlung bei chronischem Tinnitus

Ohrgeräusche weglasern

Mangelnde Durchblutung, Zellschäden oder Stress – die Ursachen für Tinnitus sind vielfältig. Eine Laserbehandlung soll die Betroffenen von ihrem Leiden erlösen. Eine Studie aus Qatar belegt die Wirksamkeit der Methode.

Kleines Gerät zeigt große Wirkung

Forscher vom General Hospital in Qatar behandelten 65 Patienten mit chronischem Tinnitus mit einem Softlaser. Über einen Zeitraum von drei Monaten befestigten sich die Studienteilnehmer einmal täglich für 20 Minuten ein kleines Gerät am Ohr. Das Gerät sendete in regelmäßigen Abständen einen sanften, nicht schmerzhaften Laserstrahl in den Gehörgang.

Nach drei Monaten gaben 56,9 Prozent der Studienteilnehmer an, dass sich ihre Ohrgeräusche deutlich abgeschwächt haben. 6,15 Prozent waren geheilt und 33,8 Prozent berichteten von einer leichten Verbesserung der Symptome. Bei 3,15 Prozent verbesserten sich die Beschwerden nicht.

Licht fördert Zellerneuerung

Das konzentrierte Licht des Lasers verbessert die Durchblutung im Ohrgewebe und stimuliert die Zuckerverbrennung in den Zellen. Bei der Zuckerverbrennung entsteht Adenosintriphosphat, eine Substanz, die die Körperzellen zur Zellerneuerung benötigen. Dadurch können geschädigte Hörzellen schneller durch neue funktionierende Zellen ersetzt werden.

Weiterer Vorteil: Betroffene können die Behandlung selbst zu Hause durchführen, da der Laser gefahrlos und ohne Nebenwirkungen ist.

Autor*innen

Sandra Göbel | zuletzt geändert am um 15:04 Uhr


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