Empagliflozin

Antidiabetikum aus der Gruppe der SGLT-2-Hemmer. Durch den Wirkstoff wird mehr Glukose mit dem Urin ausgeschieden, wodurch der Zuckerspiegel im Blut sinkt. Der Wirkstoff wird hauptsächlich zur Behandlung eines Diabetes mellitus Typ 2 eingesetzt.

Empagliflozin hilft bei:

  • Diabetes mellitus Typ 2
  • Herzinsuffizienz
  • chronischer Niereninsuffizienz.

Anwendung

Empagliflozin ist verfügbar als: Filmtablette (10 mg, 25 mg).

Filmtablette: Es wird eine Tablette am Tag eingenommen. Bei Herzinsuffizienz oder Niereninsuffizienz eine Tablette mit 10 mg, bei Diabetes mit 10 oder 25 mg. Die Tablette kann unabhängig von den Mahlzeiten mit einem Glas Wasser eingenommen werden.

Risiken und Nebenwirkungen

Die häufigsten Nebenwirkungen von Empagliflozin sind Juckreiz, Rückenschmerzen und Harnwegsinfektionen sowie Infektionen im Genitalbereich wie Vulvovaginitis oder Balanitis. Durch das Medikament wird mehr Urin ausgeschieden. Deswegen kann es zu vermehrtem Durst kommen.

Wechselwirkungen

Manche Patienten erhalten wegen dem Diabetes zusätzlich zu Empagliflozin auch Sulfonylharnstoffe oder Insulin. Dann ist das Risiko für eine Hypoglykämie (Unterzuckerung) erhöht.

Ein niedriger Blutdruck (Hypotonie) oder eine Austrocknung (Dehydratation) kann auftreten, wenn der Wirkstoff mit Schleifendiuretika oder Thiaziddiuretika kombiniert wird.

Rifampicin und Phenytoin verringern die Wirksamkeit von Empagliflozin.

Quellen:

Autor*innen

Dr. med. Tobias Höflein | zuletzt geändert am um 19:07 Uhr


Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel ist nach wissenschaftlichen Standards verfasst und von Mediziner*innen geprüft worden. Die in diesem Artikel kommunizierten Informationen können auf keinen Fall die professionelle Beratung in Ihrer Apotheke ersetzen. Der Inhalt kann und darf nicht verwendet werden, um selbständig Diagnosen zu stellen oder mit einer Therapie zu beginnen.