Düfte lösen Beschwerden aus

Asthma durch Balkonpflanzen

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Flieder und Maiglöckchen sind Frühlingsboten mit intensivem Duft.

Blühende Balkonpflanzen mit starkem Duft lösen bei empfindlichen Menschen Beschwerden der Atemwege aus. Bei der Auswahl der Pflanzen sind einige Vorsichtsmaßnahmen angebracht.

Beim Pflanzenkauf auf den Duft achten

Einige Pflanzen lösen vor allem bei Asthmatikern und Menschen mit empfindlichen Atemwegen Überempfindlichkeitsreaktionen aus – besonders, wenn sie stark duften. Der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) weist Betroffene darauf hin, dass sie immer abklären sollten, ob sie den Duft vertragen, wann und wie lange die Pflanze blüht und an welcher Stelle sie später wächst. Besondere Vorsicht ist bei stark duftenden Pflanzen in Innenräumen oder vor einem geöffneten Fenster geboten. Bei Asthmapatienten ist es möglich, dass stark konzentrierte Düfte einen Asthmaanfall auslösen.

Duftrezeptoren in der Lunge

In früheren Studien entdeckten Forscher zwei verschiedene Empfängermoleküle (Rezeptoren) in den Muskelzellen der Lunge, die den Luftstrom in den Lungenbronchien verändern: Fruchtiger Bananen- und Aprikosenduft erweiterte die Lungenkanälchen und blumig-öliger Geruch von Maiglöckchen verengte sie. Die Bindung der Duftmoleküle an die Rezeptoren löste die Bronchienreaktion aus.

Quelle: Lungenärzte im Netz

Weiterführende Informationen und Tipps zur allergenarmen Garten- und Balkonbegrünung vom DAAB.

Autoren

25.05.2018 | Simone Lang
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