Achtsamkeit fördert seelische Gesundheit

Augenblick bewusst erleben

Im stressigen Alltag ist es oft schwierig, sich bewusst auf kleine Dinge zu konzentrieren. Doch unsere Psyche profitiert von bewusst erlebten Augenblicken. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde e.V. hin (DGPPN).

Besser kommunizieren

Das bewusste Wahrnehmen eines Augenblicks ist wichtig für unsere seelische Gesundheit. Übungen um die Achtsamkeit zu steigern sind daher ein wichtiges Mittel, um diese Fähigkeit zu verbessern. „Ziel ist es, die Wahrnehmung des aktuellen Augenblicks zu verbessern sowie Konzentrationsfähigkeit, Genussfähigkeit und die Stimmung günstig zu beeinflussen“, erklärt Sabine Herpertz von der DGPPN.

Achtsamkeit hilft zudem, den Umgang mit anderen Menschen zu verbessern: So können wir Missverständnisse und häufiges aneinander vorbeireden vermeiden.

Keine negativen Gedanken

Achtsamkeitsübungen sind einfach durchzuführen. „Man richtet beispielsweise seine Wahrnehmung eine Weile bewusst auf den eigenen Atmen oder man lenkt seine Aufmerksamkeit ganz gezielt auf das was man hört und sieht“, rät Herpertz. Wichtig ist die intensive Wahrnehmung des Augenblicks, ohne diesen zu bewerten. Für störende Gedanken ist dabei kein Platz.

Das Üben von Achtsamkeit ist seit Jahrtausenden ein fester Bestandteil fernöstlicher Lebensphilosophien. In der Psychotherapie gewinnt sie an Bedeutung: Achtsamkeitsübungen kommen verstärkt in der Behandlung von Depressionen und Borderline-Persönlichkeitsstörungen zum Einsatz.

Autoren

20.09.2012 | Isabelle Hübler
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