Impfung gegen COVID-19

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Um möglichst viele Menschen zu impfen, darf beim Aufziehen kein Tropfen verloren gehen.

COVID-19 ist eine Atemwegserkrankung, die bei schwerem Verlauf zu Lungenentzündungen, Lungenversagen und auch zum Tod führen kann. Die Erkrankung hat sich im Rahmen der Pandemie 2020/2021 weltweit verbreitet. Sie ist hochansteckend und wird durch Tröpfcheninfektion und Aerosole übertragen.

Um schwere Krankheitsverläufe von Covid-19 zu verhindern, empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) eine Schutzimpfung für alle Erwachsenen. Für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren gilt die Impfempfehlung nur eingeschränkt, nämlich bei bestimmten Vorerkrankungen wie Herz- und Lungenkrankheiten. Aber auch nicht vorerkrankte Kinder können nach einem Arztgespräch geimpft werden.

In Deutschland gibt es zurzeit Impfstoffe von 4 Herstellern: mRNA-Impfstoffe von den Firmen BioNTech und Moderna sowie Vektor-Impfstoffe der Firmen AstraZeneca und Johnson & Johnson. Bei dem Impfstoff von Johnson & Johnson reicht eine Impfdosis aus, die drei anderen Impfstoffe müssen 2-mal verabreicht werden. Der vollständige Impfschutz stellt sich 14 Tage nach der letzten Impfung ein. Viele Menschen sind durch eine Impfung komplett geschützt. Manche Menschen infizieren sich aber auch trotz Impfung, die Symptome bleiben dann meistens mild. Trotzdem können infizierte Geimpfte andere Menschen anstecken. Alle bisher zugelassenen Impfstoffe schützen vor einem schweren Krankheitsverlauf.

Nach der Impfung können Allgemeinsymptome wie leichtes Fieber, Frösteln, Müdigkeit sowie Kopf- oder Gliederschmerzen auftreten. Diese Nebenwirkungen klingen jedoch meist innerhalb von 1–2 Tagen folgenlos ab. Auch Schmerzen, Rötung und Schwellung an der Impfstelle kommen vor.

Eine seltene Impfkomplikation bei den Vektor-Impfstoffen sind Sinusvenenthrombosen, vor allem bei Personen unter 60 Jahren. Bei den mRNA-Impfstoffen besteht der starke Verdacht, dass diese in seltenen Fällen eine Myokarditis (Herzmuskelentzündung) auslösen. Betroffen sind hier vor allem Männer unter 30 Jahren. Der Verlauf der Myokarditis ist meist mild.

Aber: Auch bei einer Covid-19-Erkrankung kann eine Sinusvenenthrombose oder eine Myokarditis entstehen. Die Wahrscheinlichkeit ist hier deutlich höher als nach einer Impfung, so dass eine Covid-19-Schutzimpfung für den Einzelnen von Vorteil ist.

Autor*innen

Tobias Höflein | zuletzt geändert am um 13:02 Uhr